Kappensitzung bot buntes karnevalistisches Feuerwerk - Großer Verdienstorden für Jürgen Müller

"Wilde Hummeln", "heiße Feger" und andere närrische Gruppen und Einzelkämpfer ließen bei der großen Kappensitzung der Mülhofener Karnevalsgesellschaft "Ganz denewer" in der herrlich dekorierten Mehrzweckhalle die Puppen tanzen.

MÜLHOFEN. Mit Getöse und "Helau" eroberten die "Kleine Garde" der Mülhofener Möhnen, die neue Prinzengarde der Karnevalsgesellschaft und der Elferrat der KG den Saal, in dem sich ein freudig-gespanntes Publikum auf einen fröhlichen Abend freute.

Nach kurzer Begrüßung durch den Präsidenten Rolf Trennheuser zeigte die kleine Prinzengarde ihr Können und gab den Auftakt für ein abwechslungsreiches Programm. Die Trainerinnen Alexandra Bernardi und Birgit Schneider hatten an den "kleinen Männern" ganze Arbeit geleistet und freuten sich mit ihnen über den Orden der KG.

Mit Witz und gekonnten Reimen berichtete Rolf Trennheuser über das, was im Laufe des Jahres an Schlagzeilen so in der Zeitung stand, wobei auch das Lokale nicht zu kurz kam.

Nach Begrüßung der Ehrengäste zeichnete KG-Vorsitzender Bernd Wollinger den Kassierer der Gesellschaft - Jürgen Müller - für langjährige Verdienste mit dem großen Verdienstorden der KG aus. Dann war der Weg frei für das zauberhafte "Märchen aus Tausendundeiner Nacht, dargeboten von den "Wilden Hummeln", den Tanzmädchen der KG, einstudiert von Lissi Kessler und Bettina Reichert.

Geschichten aus dem Alltagsleben einer Familie gaben die Büttenasse Franz Dielentheis und Rolf Kuppler mit ihrem Vortrag "Ein Vater mit seinem Baby" zum Besten. Der Applaus war ihnen ebenso sicher wie Dirk Weller, der als leidgeprüfter Ehemann aus dem Nähkästchen plauderte.

Unter Leitung von Jessica Kantz und Ellen Degen präsentierte die kleine Garde ihren neuen Gardetanz, dessen exzellente Choreografie vom Publikum bejubelt wurde. Heike Kilian und Iris Keifenheim begeisterten das närrische Publikum mit einem Zwiegespräch über ihre Erlebnisse im Wartezimmer eines Arztes. Lachsalven ernteten Eva Wollinger und Monika Brink als "Knoll und Doll" mit ihren Glossen.

In einem rassig-charmanten Schautanz zeigten die "heißen Feger" einen Pariser Cancan. Tänzerinnen und die Trainerinnen Rosi und Steffi Börder leisteten hier ganze Arbeit und wurden mit einer Rakete belohnt. Eine Rakete ließ das Publikum auch für das "Jägerlatein" des KG-Präsidenten Trennheuser steigen, der unter dem Motto "Halali und Halala, wir haben einen Jäger da" Lachtränen in die Augen trieb.

"What a feeling" hieß es, als nach einer Pause die große Mülhofener Möhnengarde ihr Können mit einem perfekten Showtanz zeigte. Spät war's bereits, als das Karnevalsurgestein Erich Günther als "Doof Nuss" in der Bütt seine Umwelt glossierte und sich das Publikum vor Lachen bog. Das Zwiegespräch "Die Goldene Hochzeit", dargeboten von Ute Müller und Rolf Kuppler, verriet Haar sträubende Geschichten aus 50 Jahren Ehe.

Beim Gesangsvortrag "Die Flieger" von Patrik Stamm, Martin Dittmer und Josef Kesser stimmte auch das Publikum mit ein, bevor der Tanz der Fantastischen 10, in herrlichen Kostümen und perfekter Choreografie, "Feuer und Eis" aufs Parkett legte und damit einen weiteren Höhepunkt bot.

Das absolute Highlight hatten sich die Organisatoren mit Ute Müller als Koordinatorin an der Spitze fürs Finale aufgehoben: Das Männerballett der KG, das sich von einer Gruppe braver Mönche nach ersten vorsichtigen Tanzschritten schlagartig in einen sexy anmutenden Trupp von Marilyns verwandelte. In kurzen weißen Kleidchen wirbelten die "Damen" zur Rockmusik von Elvis, gesungen von Erich Geißler, über die Bühnenbretter.

Als dann auch noch die weißen Röckchen der "zierlichen" Tänzerinnen im Luftzug nach oben flogen, hielt es keinen Narren mehr auf dem Stuhl. Riesenapplaus war der Lohn, der die Trainerin Sofia Flatt ebenso mit Stolz erfüllte wie die Tänzer.