Drei Prinzenpaare bei der abwechslungsreichen Prunksitzung der Karnevalsgesellschaft von "Ganz denewer" in Bendorf Mülhofen - Närrisches Volk war ganz begeistert

Von "Wilden Hummeln" und den "Fantastischen 10"

BENDORF.Die besten aller Dinge waren wohl drei bei der Prunksitzung der Karnevalsgesellschaft "Ganz denewer" Mülhofen: der farbenprächtige Einmarsch von drei Prinzenpaaren (Bendorf, Sayn und Engers), das umwerfende Gespräch auf der Rentnerbank mit den fünf "Originalen" Rolf Trennheuser, Rolf Kuppler, Franz Dielentheis, Michael Schneider und Josef Kessler und das beifallumrauschte Finale unter dem Motto "Kölsches Potpourri".

Was aber nicht heißen will, dass die anderen 14 Programmpunkte das närrische Volk weniger begeistert hätten. Eine besondere Stärke des Mülhofener Karnevals liegt in den Reden aus der Bütt, wobei die Damen gut vertreten sind. Als "Doof und Dööfchen" brachen Eva Wollinger und Monika Brink nach dem scharfzüngigen Protokoll von Sitzungspräsident Rolf Trennheuser das Eis. Und Heike Weller und Iris Keifenheim hatten im "Versicherungsbüro" die Lacher auf ihrer Seite.

Was ein Sonntagsfahrer im Wohnwagen erleben kann, brachte Jürgen Müller auf viele witzige Punkte. Ute Müller und Rolf Kuppler wussten von einem Ehepaar auf Reisen gleichermaßen Spaßiges zu berichten. "Zwei Italiener" alias Josef Kesler und Patric Stamm hatten ebenso viel Humor und Lokalkolorit im Gepäck wie Dirk Weller und Stefan Brink als "Zwei Kegelbrüder". "Ich bin en kleine Mann" hatte Erich Günther als "Doof Nuss" seinen Vortrag überschrieben und schilderte, dass gerade dem kleinen Mann oft schwere Bürden aufgelastet werden. Prächtige Tänze gab es natürlich auch zu sehen. Dabei bewies die jüngste Garde in einem temperamentvollen Cowboytanz, dass sie mit Recht den Namen "Die wilden Hummeln" trägt. Äußerst schwungvoll auch der Gardetanz der "mittleren" Möhnengarde, von denen sich einige später mit den älteren Mitgliedern dann zu dem mitreißenden Showtanz "In the Navy" zusammentaten. Zwei ganz unkonventionelle Tanzgruppen heizten dem gut gelaunten Publikum besonders heftig ein. Die Gruppe Reichert, die sich "Die fantastischen 10" nennt und "Hot Bananas", die als Männerballett Beifallsstürme einheimsten. Da war es schon weit über die Mitternachtsstunde hinaus, und "Ganz denewer"-Vorsitzender Bernd Wollinger, der sich mit Sitzungspräsident Rolf Trennheuser in der Moderation abgewechselt hatte, durfte auch im Jahr des 50-jährigen Bestehens stolz auf die Leistungen seiner Gesellschaft sein.
Peter Lindemann