Toller Mix aus Tanz und Gags

Feurige Sitzung der Mülhofener Karnevalsgesellschaft "Ganz denewer"

BENDORF. Für die Mülhofener Karnevalsgesellschaft (KG) "Ganz denewer" ist die närrische Session in diesem Jahr ein ganz besonderes Ereignis. Denn mit ihrem fünf mal elfjährigen Bestehen feiert die 1950 gegründete Mülhofener KG ein lupenreines närrisches Jubiläum. Entsprechend feurig war denn nun auch die Sitzung der KG "Ganz denewer".

Damit eine Sitzung den entsprechenden Pep bekommt, müssen sowohl die Abstimmung als auch die Mischung stimmen. Präsident Rolf Trennheuser und sein Elferrat, die die Sitzung der KG "Ganz denewer" leiteten, erwiesen sich dabei auch in diesem Jahr wieder als perfekte Barkeeper des Frohsinns. So beleuchteten die zahlreichen Büttenreden die verschiedensten Aspekte des Alltags und der hohen Politik. Während Präsident Rolf Trennheuser als Protokoller mit spitzer Zunge das Benehmen englischer Prinzen attackierte und sich über einen Engerser Furz - Club lustig machte, glänzten Monika Brink und Erich Günther in den klassischen Karnevalsfiguren des "Tussnelchens" oder der so genannten "Doof Nuss". Mittlerweile auch eine klassische Karnevalsfigur ist die Marie, die die Miss - Germany - Wahl gewinnt und die in Mülhofen von Eva Wollinger dargestellt wurde. Murphys Gesetz, nachdem alles schief geht, wurde stattdessen von Ute Müller glossiert, während sich die "Muskeltiere" Patric Stamm, Martin Dittmer und Josef Kessler über den Sport lustig machten und Dirk Weller einen sächsischen Feuerwehrmann beschwor, der das Feuer nicht nur löscht, sondern auch anzündet.

Dass Weihnachtsmann und Belzebub in der nächsten Tannenbaumsaison in den Streik treten könnten, erklärten unterdessen Rolf Kuppler und Franz Dielentheis. "Ein Anwalt verklagt mich, weil mein Schlitten nicht verkehrssicher ist, der Gang durch den Kamin Hausfriedensbruch sei und ich mit Wohnsitz Nordpol keine Arbeitsberechtigung in der EU hätte. Da bleib ich doch lieber ganz daheim", so Weihnachtsmann Rolf Kuppler. Mülhofen aus himmlischer Warte hingegen nahmen die Eisheiligen (Rolf Trennheuser, Michael Schneider, Rolf Kuppler, Sabine Bendel, Franz Dielentheis und Stefan Bernardi) in ihren Blick.

Die Showelemente brauchten sich hinter den Redebeiträgen aber nicht zu verstecken. So sorgten die "Crazy Girls" genauso wie die "Fantastischen 10" oder die Showtanzgruppe "Freixenet"s" für reichlich Schwung bei der Jubiläumssitzung, der neben dem Engerser Prinzenpaar mit Gefolge auch Gründungsmitglied Hermann Bartz beiwohnte. Die "heißen Feger", die die 70er - und 80er - Jahre thematisierten, reihten sich in das hohe Niveau ebenso selbstverständlich ein wie die Garde und das Gardetanzpaar (Björn Kuppler und Katrin Voges), die beide mit klassischen Tänzen brillierten. Und auch der Nachwuchs, die Gruppe "Die wilden Hummeln", verstand es, die Zuschauer in seinen Bann zu schlagen.    (pka)