Mülhofener Narren lagen gar nicht "ganz denewer"

Stimmungsvolle Sitzung mit vielen Aktiven aus den eigenen Reihen - Geschehen im Ort wurde karnevalistisch analysiert

BENDORF-MÜLHOFEN. Die Karnevalsgesellschaft "Ganz denewer" Mülhofen feierte ihre Sitzung im ausverkauften Saal.
Sitzungspräsident Rolf Trennheuser begrüßte zu Beginn die "Kleine Männergarde".
Langsam wird es zur Tradition: Auch diesmal stattete das Engerser Prinzenpaar den Mülhofenern einen Besuch ab.

Das alljährliche Protokoll aus der Feder von Rolf Trennheuser gestattete einen Rückblick auf das vergangene Jahr.
Die Möhnengarde heizte mit flottem Gardetanz ein. Und Stefan Wirges gewährte einen Einblick in das Leben eines Mannes,
der Erziehungsurlaub nimmt.
Eva Wollinger, die nach 30 Jahren in der Bütt ihren letzten Vortrag als Freigänger hielt, verdiente sich eine Rakete.
Anschließend fegten "Die wilden Hummeln" über die Bühne.

Wer eine Reise tut, der hat viel zu erzählen. Franz Dielentheis, Björn Kuppler, Rolf Kuppler und Hermann Thelen machten
das auf ihre Weise.
Solomariechen Alexandra Patzig tanzte, Ute Müller ging als "Trudchen" auf Männersuche und war dabei nicht sonderlich erfolgreich
- dafür aber witzig.

Himmel oder Hölle? Die Frage stellte sich für einen Verunglückten im Vortag von Patric Stamm, Martin Dittmer und Josef Kessler.
Da ihm weder Himmel noch Hölle Einlass gewährten, musste er schließlich zurück auf die Erde.

Vor der Pause wurden die beiden Mannschaften, die Mülhofen beim Human-Table-Soccer-Turnier in Stromberg erfolgreich
vertreten haben, vorgestellt.
Dann ging es mit den "Crazy Girls" zurück in die 80er-Jahre. Bei einer Nachtwächterführung durch Mülhofen wurden dem Publikum
die Sehenswürdigkeiten des Ortes von Rolf Trennheuser, Rolf Kuppler, Franz Dielentheis, Sabine Bendel, Josef Kessler und
Michael Schneider erklärt.
Der Paartanz von Björn Kuppler und Alexandra Patzig ließ das Publikum den Atem anhalten.
Etwas gelassener ging es hingegen Erich Günther als "Doof Nuss" an.
Als Ehepaar diskutierten Nicole Fischer und Bettina Reichert den Sinn von Tupperabenden und anderen Veranstaltungen.
Den Schluss machte ein graziles Männerballett, dessen Mitglieder in Schulmädchenuniformen elfengleich über die Bühne schwebten.

Für das Finale wurden alle Aktiven noch einmal auf die Bühne gerufen.
Der Verein ist stolz: So klein Mülhofen auch ist, der Ort stellt jedes Jahr wieder eine eigene Sitzung auf die Beine.

(R-Z 25.01.2008)